Herzlich Willkommen!

 

Im letzten Frühling gab es an dieser Stelle ein lebhaftes Forum zu den geplanten Kreisverkehrsplätzen im Worpsweder Zentrum.

Nun ist ein Jahr vergangen. Wie sieht es heute aus?

Die Arbeiten an der Bergstraße sollen 2014 abgeschlossen sein: Dann wird zum 125. Jahrestag der Gründung der Künstlerkolonie groß gefeiert. Worpswede will dann bereit sein, mit neuem Museumskonzept aus dem Masterplan und einem erstrahlenden Goldenen Dreieck - mit der Bergstraße als Flaniermeile im Zentrum, die Besucherstatistiken zu toppen.

So oder ähnlich soll es funktionieren. Die Großinvestition für das Gesamtkonzept wird bis dahin einige Millionen Euro verbraucht haben und den finanziellen Bewegungsraum  unserer Gemeinde, auch bei funktionierendem Konzept, auf Jahre einschränken.

Wie wird es sich anfühlen, unser Dorfzentrum? Wird die Bergstraße nicht nur einem modernisierten Touristikkonzept Stand halten, sondern auch unserem Wunsch nach Heimat?

Einen Vorgeschmack auf das neue Worpswede können wir bereits schon heute degustieren, nachdem Zweidrittel der Bauabschnitte abgeschlossen sind und wir einen Dorfplatz erhalten haben: Unser Wochenmarkt findet hier bereits wieder statt und für alle, die sich fragen, was ein Dorfplatz wirklich ausmacht, definiert ein Schild die Antwort.

 

Dorfplatz

 

Im Jubiläumsjahr wird dann auch wieder der Besucherverkehr in der Bergstraße fließen: Im Schritttempo werden sich dann PKWs, Fernreisebusse, Motorräder, Fahrräder, Kinderwagen und Fußgänger den "entschleunigten Raum"  teilen - man nennt es "Shared-Space-Prinzip".

Folgende Frage stellt sich: Wenn wir die Bergstraße gleichberechtigt teilen sollen, warum sind dann linke und rechte Fahrbahn und ein vermeintlicher Fußgängerweg durch die Pflasterung markiert?

Planer und Verantwortliche tragen bei der gesamten Realisierung des neuen Worpswede eine große Verantwortung: nicht nur gegenüber den Touristen – die kommen vielleicht nur einmal im Jahr zu Besuch, sondern für uns BürgerInnen, die wir hier tagtäglich existieren und das in unser Dorfzentrum bringen, was es wirklich ausmachen sollte: Leben.

Die Bedürfnisse des Menschen lassen sich sehr wohl bei der Planung von Gebäuden, Straßen oder auch Dorfplätzen berücksichtigen: Orte könnten geschaffen werden, die den Menschen Kraft geben; Dorfplätze, die zum Verweilen einladen; Orte, an denen man einfach nur deshalb innehält, weil sie schön sind: Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein.

Wir alle sind eingeladen, an der Gestaltung unseres Dorfzentrums mitzuwirken!

Der Architekt weist ausdrücklich auf seiner Website darauf hin, dass sein „ …Projektansatz … keinen fixierten zukünftigen Zustand an [zielt], sondern … einen offenen Raum [schafft], welcher sich erkennbar entwickeln und ergänzen kann.“

Zu diesem Zweck stellen wir das Forum dieser Website wieder ein: Sie sind eingeladen, Ihre Ideen und Vorschläge einzubringen.

Eine gute Möglichkeit dazu bietet die Veranstaltung am 22. Mai 2013 um 19:30 Uhr in der Ratsdiele.

Bürgerinitiative Unser-Worpswede.de

 

Zusätzliche Informationen